Also, was mich immer wider absolut fasziniert im Opernhaus, sind die Bühnenbilder/Ausstattung. Die Wände bilden während des Stücks immer wieder andere Räumlichkeiten, schlicht ist diese Irrenanstalt von Mathis Neidhardt gestaltet, wo die Geschichte spielt. Gefallen hat mir auch, dass man das Orchester und den Dirigenten (William Christie) gesehen hat. Der Orchestergraben war angehoben, das wohl, weil fast ausschliesslich Streicher vorkamen.

Orlando (Bejun Mehta) verliebt in Angelica (Julie Fuchs), die jedoch verliebt in Medoro (Delphine Galou), Dorinda (Deanna Breiwick) ebenfalls verliebt in Medoro und Zoroastro (Scott Conner) der Arzt löst schlussendlich die ganze Verwirrung auf. Nun, wie das halt so ist in der Oper – Liebensdramen kombiniert mit Mordgelüsten, Intrigen und geistigen Verwirrungen. Die stimmlichen Performances sind gewaltig, der Countertenor Bejun Mehta ist fantastisch, die warme Stimme von Delphine Galou lies mich träumen und wenn alle zusammen gesungen haben war das einfach nur umwerfend.

Ich gebe dieser Oper 4.5 Punkte. Nächste Saison gibt es Orlando Paladino von Joseph Hayden im Opernhaus Zürich. Start 16. Mai 2017.