„Cécile ist ein Roman von Theodor Fontane. Er behandelt das Schicksal einer Frau, die immer wieder von ihrer Vergangenheit eingeholt wird und schließlich daran zerbricht.“

Hier müsste ich ein Kontra geben. Dank der schönen Cécile zerbrechen doch einige nette Herren. Der Göttergatte entscheidet über Nacht, dass Robert von Gorden sich ungebührlich benommen hat – päng. Ende des 19. Jahrhunderts waren noch andere Normen in der von Adel und Militär geprägten Gesellschaft. War man zu nett zu einer verheirateten Dame, konnte das schon mal den Tod bedeuten. In der heutigen Zeit würden Massen von Männern, und vielleicht auch durch die Gleichberechtigung Frauen, erschossen. Was hat die Menschen damals zu solch krassen Massnahmen bewogen, war ein Leben wirklich so wertlos? Fontane beschreibt diese Zeit sehr schön und natürlich auch die Stellung der Frau: sie muss gehorchen, ungebildet bleiben und nur repräsentieren. Tja, da lebe ich doch lieber heute.

Dieses Buch bekommt von mir 3.5 Punkte.