Eine Reise der besonderen Art: mit dem Rollator durch Italien.

Die Kanadische Autorin Jane Christmas verfolgt zwei Ziele auf Ihrer Italienreise.

  1. Endlich sehe ich Italien
  2. Frieden schliessen mit Mutter

Es ist grundsätzlich ein OK-Buch, jedoch nervt mich der Fakt, dass ein ausgewachsener Mensch – sprich Jane – eine 6-Wöchige Reise so naiv angeht. Auch nervt mich, dass sie der Mutter dauernd Vorwürfe macht, dass sie nicht hierhin kommt, oder dahin rollt (mit ihrem roten Rollator). Sie nervt sich sogar über das ANGESTART werden, eben wegen diesem Rollator – so komisch.

Sie plant die Reise anscheinend Monate im Voraus und echt – so viele Fehler kann man nicht machen, wenn man mit einer so alten Dame anreist. Schuld haben immer andere, die Mutter, die Italiener, die Hausvermieter etc. pp. Hier sage ich nur – viel zu grosse Erwartungen (vor allem ICH-BEZOGENE) werden halt nicht erfüllt. Also der Traum der Italienreise, wird von allen (andern) zerstört.

Frieden schliessen mit Mutter ist ja dann auch fast unmöglich. Jane findet ja schon nur Fehler und das macht es schwer. Ich würde vorschlagen, selber lesen und vielleicht gibt das Buch „da es ja so überspitzt unüberlegt ist“ einen Einblick zum Umgang mit Vater und Mutter im Alter. Sie sind es – wir sind es nicht und glauben, dass sie noch alles KÖNNEN – so wie damals… Ok, es gibt ja schon auch ein paar schöne Reisetipps her.

Ich gebe diesem Buch 2.5 Punkte, Piper (334 S.)