Neu im Kino: Eine Liebesgeschichte die mich sehr überrascht hat. Schöne Bilder, schöner Film, tolle Musik und sehr gut gespielt. Ich frage mich, wie das ist, solch intensive Liebeszenen zu spielen, wenn man „vielleicht“ nicht Gay ist. Anspruchsvoll!? Also, Oliver, ein amerikanischer Student kommt ins Haus des Kunsthistorikers und Archäologieprofessors (Vater von Elio) um seine Dissertation (über Heraklit) zu beenden. Er begeistert sich nicht nur an den antiken Statuen, sondern auch an Elio (17) – dem Sohn des Gastgebers. Zuerst führt Oliver sich wie ein Elefant im Porzellanladen auf – was wohl mit der nicht ausgelebten Homosexualität zu tun haben kann – dann aber finden sich die beiden. Eine vorsichtige Liebe, die aber, wie Oliver meint, in Italien Mitte der 1980er-Jahre nicht öffentlich ausgesprochen werden darf. Und ich füge hier hinzu – wohl auch in einem jüdischen Umfeld gar nicht geht, ob in den 1980er oder 2017? Der Film basiert auf dem 2007 erschienenen Buch von André Aciman. Sehr viel Leiden-schafft in diesem Film. Einige Diskussionen die bei mir etwas komisch ankamen, aber selber schauen lohnt sich. Danke an Armie Hammer (Oliver) & Timothée Chalamet (Elio).

Ich gebe diesem Film 4.5 Punkte (Photo: Sony Pictures Classics)