Ich kam mir bei diesem Buch wie eine Richterin vor, die den Fall wegen Befangenheit abgeben muss. Warum? Vielleicht hat es wiederum mit dem Alter zu tun – ich konnte das Buch nicht fertig lesen. Es hat mich an zu viel „Selbst-Erfahrenes“ und nicht wirklich schönes erinnert. Es ist aus meiner Sicht sehr plump und repetitiv-langweilig. Es war mir zu krass dieses herunterleiern der X Frauengeschichten, die der Oskar von Adlerhuld erlebte und „drannahm“. Ich fand daran überhaupt keinen Gefallen, er war für mich weder Dandy, Casanova noch was weiss ich. Ich erfuhr auch „null“ Einblick in das hochgelobte Iki oder welch wundervolle japanische Literatur und Kultur, die in anderen Rezensionen erwähnt wurde. Ich konnte mich daher auch nicht an einer „speziell schönen“ Schreibe erfreuen. Es ist für mich ein unlesbares und nicht empfehlenswertes Buch. Sorry Herr Altmann.

Dieses Buch bekommt 1 Punkt (von 5)

#PeterSimonAltmann, Der zweite Blick. Roman
Innsbruck: Edition Laurin 2017, 192 Seiten, ISBN 978-3-902866-54-7

Rezension von Helmuth Schönauer, 27-10-2017