Auch bei mir hiess es vor acht Jahren bye-bye Traumfigur. Die Gründe dafür waren die Abänderung, ein nicht verarbeitetes Burn-out verbunden mit „zu Hause bleiben“ (keine Bewegung und soziale Kontakte mehr) ohne jegliche „Fressattacken“. Ich hab sogar viel weniger Alkohol getrunken, da ich ja keinen Job und somit auch keine Events mehr besuchen „musste“. Dies die Gründe, die ich für mich proklamierte – so einfach geht es sich nicht mehr zu lieben. Etwas Gutes hat es mir gebracht, wenn ich zu meinen Eltern ging, musste ich mir nicht mehr anhören, du solltest endlich mal was esssssssssssen, du bist so mager. Über meine Pfunde haben sie nie hergezogen. Ich war jedoch weiterhin zu… Vor allem verstanden sie überhaupt nicht, dass ich mit meiner Erfahrung keinen neuen Job finde, bist du zu forsch, bist du zu teuer, bist du zu frech, bist du zu fordernd – nimm doch irgend einen Job an – du kannst doch dem Staat nicht schon 12 Monate… Ja, ich bin zu alt – damals 51???

Ich zähle hier nicht auf, was ich zu… war und natürlich immer noch bin?! Das kann man im Buch von #SilviaAeschbach nachlesen. Es hat mich zuerst verstört, ewig und einen Tag über dick oder dünn zu lesen – echt jetzt dachte ich? Bis ich gemerkt habe, ich kann für mich einfach ein anderes Thema einsetzen und päng bin ich voll dabei mit meinen Lebens-Problemen – es geht ja im Buch nicht ausschliesslich um den Körper.

Ein „gscheiter“ Mensch wollte mich, als ich wieder einmal down war, etwas aufbauen. Er meinte: „weisst du Ingrid, dein Leben ist wie ein Rad. Einmal bist du unten und einmal oben. Das Gute daran ist, das Rad dreht im Alter schneller, also sind die Downs schnell wieder vorbei. Hm, tja das hat geholfen…

Da kommt für mich wie immer die Frage auf „wie kann man sich wirklich selber mehr lieben“? Wie kann FRAU das ändern. Anscheinend geht es der Silvia nun wieder gut, da sie zur richtigen Zeit vom richtigen Menschen den richtigen Anstoss bekommen hat und der auch bei ihr angekommen ist. Ich meine damit, in ihrem Bewusstsein einen Platz gefunden hat und wohl das NEGATIVE überdeckt oder verdrängt hat. Ich frage mich nur – für wie lange? Zu…

Mich nennen einige „Tele-Frau“ – da (wie oben erwähnt mein Rad sich dreht) und ich es anscheinend immer wieder schaffe?!?!? Du machst das gut. Warum es mir mit 57 doch öfter und immer wieder schwer fällt an diese Frau zu glauben.

Freude herrscht ich gehe aus (ich hab’s geschafft – auch alleine). Sitze irgendwann an der Bar. Zu meiner Linken ein interessierter Mann – Gespräch dauert ja schon etwas länger. Dann fragt er:

Bist du verheiratet?
Nein

Hast du einen Freund?
Nein

Bist du Witwe?
Nein

Hast du Kinder?
Nein

Echt jetzt? Was bist du denn für eine KOMISCHE?

Ich gebe diesem Buch 4 von 5 Punkten

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