Was für eine hinterlistige Geschichte. Der Journalist Cadoc Cobb erhält plötzlich auf Facebook eine Freundschaftsanfrage seiner Frau – seine Frau ist jedoch seit fünf Jahren Tod?! Wie geht das denn, was ist da los? Marlene, seine Tochter feiert überschwänglich ihren 18. Geburtstag. Straumann, der Kommissar, heiratet seine junge Marietta und ist glücklich darüber, dass sie ihn abends nie über seinen Berufsalltag ausquetscht. Deupelbeiss, der Chefredaktor des „Tagblatt“ will Ständerat werden und Anna Galatti (die Freundin von Cobb) trainiert im Rhein und der Aare für die Überquerung des Ärmelkanals. Alles ganz normal und doch durchkreuzt diese Idylle ein mörderischer Plan.

Ein fürchterlicher Anblick für die Polizei und Cobb. Erwin Schär hängt gefedert an der Decke der Aquaponik-Anlage. Cobb sieht auf dem Gelände überraschenderweise Victoria Iten stehen. Jetzt ist für ihn klar, das alles ist kein Zufall. Das hat etwas mit mir zu tun – dem Artikel zum evtl. Mord durch Herrn Iten an seiner Frau Victoria vor so vielen Jahren. Aber warum jetzt nach so langer Zeit? Bald schon beginnt ein Rennen um die Zeit, irgendwie stehen so viele auf dieser Todesliste und doch warum und wer steckt dahinter? Als Krimileserin, denke ich oft, warum merken die das oder das denn nun nicht, warum fällen die nun eine solch tödliche „Entscheidung“, warum so offensichtlich unlogisch? Nun, ich denke das gehört zur Dramaturgie jedes Buches, jeder Geschichte und ich verzeihe solche Unstimmigkeiten gerne, wenn der Krimi mich packt.

Rheinfall-Rache von Walter Millns erhält von #InTheGrid 4 von 5 Punkten.

Zum Autor #WalterMillns (Text/Bild vom emons-verlag)

Walter Millns wurde 1963 in London geboren und wuchs in Graz und Olten auf. Heute lebt er mit seiner Familie in Schaffhausen. Er schreibt Krimis, Kurzgeschichten, Hörspiele und Theaterstücke, inszeniert und zeichnet. Im Sommer schwimmt er im Rhein, im Winter spaziert er am Ufer entlang.