Was für ein tolles Buch #HeinzLüthi hier geschrieben hat. Ich liebe historische Geschichten, man lernt so vieles dabei. Das Buch handelt von der Zeit von 1909-1929 und beschreibt das karge „Über-Leben“ – vor während und nach dem 1. Weltkrieg – in der Schweiz. Es beschreib hauptsächlich die Entwicklung des Limmattals, beginnend mit der Ballonwettfahrt Gordon Bennet (1909) vom Startplatz Gaswerk Schlieren, dazwischen der Krieg und endet mit dem Börsenkrach von New York (1929). Die Protagonisten kämpfen schlicht und ergreifend ums Überleben. Ich habe von meinen Eltern ab und an mal was von ihren Kriegszeiten gehört, der Verzicht, der Kampf, das Unverständliche. Heinz Lüthis Roman hat mich so sehr gefesselt, dass ich die 510 Seiten in zwei Wochen in mich aufgesaugt habe. Es wurde mir klar, wie gut es uns heute geht, was für ein Glück wir haben. Auch wenn die Hauptpersonen frei erfunden sind, die Handlung beruht auf Fakten. Die Schreibe von Lüthi – die mir ausgesprochen gut gefällt – verdrängt die tragischen Geschehnisse durch ein äusserst vergnüglich zu lesendes Buch. Dieses lupfige kommt dank dem tollen Protagonisten Fuhrmann Emil «Miggel» Ehrsam zustande und packt einem sofort. Er ist ein umtriebiger und herzensguter Mensch und ich wünsche mir solche Menschen wieder in unserer Zeit zu finden, denn er setzt sich für Randständige, Andersdenkende, Hungernde, Verletze ein und nebenbei floriert durch seine gewiefte „Bauernschläue“ sein Fuhrgeschäft.

Danke vielmals Heinz Lüthi es ist ein wundervolles Buch und ich konnte so oft lauf Lachen. Das hat wohl auch damit zu tun, dass Sie selber ein humorvoller Mensch sind.

Strömungenn von Heinz Lüthi erhällt von #InTheGrid 5 von 5 Punkten

Zum Autor Heinz Lüthi (Text/Foto vom Altberg-Verlag)

Heinz Lüthi wurde 1941 in Zürich geboren. Während 33 Jahren war er als Primarlehrer in Weiningen tätig. Von 1977 bis 2002 stand er als Mitglied des Cabaret Rotstift auf der Bühne. Gleichzeitig veröffentlichte er schon über 15 Bücher.