Die Welt schreibt viele Geschichten. Vieles was passiert ist, kennt man nicht – und doch ist es passiert?! Im Moment sowieso grad aktuell im Fernsehen, der 1. Weltkrieg…

In dieser Zeit (1920) spielt dieser packende Krimi. In der Nähe von Nürnberg werden Vater und Sohn auf brutalste Weise ermordet. Warum wurden diese zwei zurückgezogenen-stillen Bauern, im fränkischen Pegnitztal am A…. der Welt, auf so barbarische Weise ermordet? Die Ermittler Reinhard und Ebertz können sich einfach keinen triftigen Grund vorstellen. Im Dorf wird von Teufelsanbetung gesprochen, der Vater habe einen Pakt mit ihm abgeschlossen, dass der den im Krieg verstorbenen Sohn wieder zurück bringt. Tja, er kam dann auch zurück??

#DominikHeinz beschreibt die damalige Nachkriegszeit sehr ausführlich. Habt ihr schon mal was von der Schwedenschanze gehört- ein während des Dreissigjährigen Krieges von den protestantischen Truppen des schwedischen Königs Gustav Adolf bei ihrem Kampf gegen die kath. Liga angelegtes riesiges Grabensystems? Oder kennt ihr die Schwarze Reichswehr“, die inoffiziell, quasi nach Kriegsende noch irgendwie weiter gekämpft haben (sprich in Polen) – und das man diese Kämpfer dann irgendwann einfach verleugnet und fallengelassen hat? Ja, für mich viel NEUES und spannendes aus dieser Zeit.

Das Pegnitztal ist katholisch, hat nix mit dem Teufel am Hut, Eigenbrötler lässt man besser links liegen, kommunizieren macht definitiv weniger Sinn als spekulieren, Republik was ist das – Kaisertreue schmeckt wohl besser. Das Gemetzel nimmt seinen Lauf und der Irrgarten „Schwedenschanze“ versteckt vorerst alle Übeltäter. Die Ermittler tappen im Dunkeln. Ermittler Reinhard wird ob der grusligen Szenerie selber in seine düstre Kriegsgeschichte „Flandern“ geworfen und verliert oft die Kontrolle über sich. Wie es in Krimis so läuft, der Fall wird gelöst und doch hoffe ich auf ein weiteres Buch von #DominikHeinz – denn die letzten zweit Seiten lassen einem den nächsten Plot erahnen.

Drudenholz von Dominik Heinz erhält von #InTheGrid 4 von 5 Punkten.

Dominik Heinz (vom Emons Verlag)

Dominik Heinz wurde 1982 in Lauf an der Pegnitz geboren. Nach einem Architekturstudium lernte er das journalistische Handwerk in der Lokalredaktion der Hersbrucker Zeitung, wo er unter anderem auch als Gerichtsreporter arbeitete. Er lebt im Landkreis Nürnberger Land.