Hans Augustin

Ich glaube an das Gute, die Ehrlichkeit, die Vernunft, die Fügung, das Schicksal und die Liebe, jedoch nicht an die Institution Kirche. Ein Priester ist das Bindeglied zwischen der Gemeinde und dem absurden Konstrukt Vatikan/Kirche. #HansAugustin hat für mich ein sehr spannendes Buch geschrieben, zwar ein Roman und doch hat es mich gepackt. Don Livios alltägliche (sind jedoch absolut nicht alltäglich) Geschichten sind das was ein Leben ausmacht – deines und meines. Sich über eine mögliche Fehlbesetzung auseinander zu setzen, macht absolut Sinn. Was bringe ich den Leuten schon, wie kann Don Livio seinen „Schäfchen“ helfen? Der Vatikan gibt vor und ich bin alleine in der realen Welt – weltfremd stehe ich von der Kirche gesandt in dieser Gemeinde San Vito: „das, das, das und das hat uns die Kirche nicht beigebracht“. Dieses Buch beschreibt die missliche Lage eines Priesters so unglaublich gut – eigentlich ist es ein perfekter kleiner Landkrimi. Warum? Don Livio entscheidet sich für das Menschliche und nicht „wirklich?!?!?“für die Regeln des Vatikans. Er kommt damit in Bedrängnis, er verzweifelt oft und meines Erachtens ist seine letzte Predigt das was ich unter menschlich sein verstehe.

Don Livio von #HansAugustin, #EditionLaurin, erhält von #InTheGrid 5 von 5 Punkten

Interview #FrankfurterBuchmesse von literadio.org

Hans Augustin 1949 in Salzburg geboren, Studium der Philosophie, Archäologie und Kunstgeschichte in Salzburg, Medizin- und Italienischstudium in Innsbruck, 1981 Gründung der Handpresse, lebt seit 1976 in Tirol, zahlreiche Publikationen, Ausstellungen und Auszeichnungen, zuletzt Salzburger Lyrikpreis 2006.