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Das Buch O.M. – opus magnum (das bedeutendste Werk eines Künstlers) handelt vom erfolglosen Schriftsteller Gregor Reichelt. Reichelt will mit dem über Jahre recherchierten Literatur-Stammbaum einen Beleg für seine schriftstellerischen Fähigkeiten Belegen – also durch eine konstruierte Genealogie?? Die Geschichte beginnt in Paris (also bei Rousseau) und endet in einem Wohnblock der wiedergeborenen (verstorbenen) Weltliteraten, in das es Reichelt auf seiner Recherchereise (im Jetzt) verschlagen hat. Irrwitzig ist dieses Buch schon, aber, ich muss auch zugeben, dass ich als ehemalige Sekundarschülerin mit dieser literarischen Reise etwas überfordert war, zumal wir genau ein Reclam Buch gelesen haben: Johann Wolfgang Goethe: Die Leiden des jungen Werther. #FlorianGantner springt mit uns durch die Zeit der grossen Schriftsteller/innen Rousseau, Austen, Dickens, Puschkin, Gogol, Tschechow und vielen anderen, es macht Lust auf diverse Bücher (danke für die Liste der erwähnten Primärliteratur). Ob denn nun der liebe Reichelt sein Werk O.M. (das ja bis dato nur in seinem Kopf existiert) beendet, damit Ruhm erlangt, müssen Sie schon selber herausfinden. Ich finde es ein freches Buch, ein packendes und leicht lesbares Buch – obwohl vollgepackt mit Namen, Büchern, neuen Interpretationen der Leerstellen der Biografien der erwähnten Schriftsteller. #FlorianGantner sprich Reichelt, schreibt einfach deren Geschichte neu und pah, da könnte ja etwas Wahres daran sein?!

O.M. – Florian Gantner erhält von #InTheGrid 4 von 5 Punkten.

Florian Gantner (editionlaurin)

1980 in Salzburg geboren, Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft und DaF in Innsbruck, Wien und St. Étienne (Frankreich), daneben im Sozialbereich tätig, Unterrichtspraktikum an der University of Jordan (Jordanien), 2010-2012 Lektor an der University of Reading (Großbritannien). Lebt in Wien. Start-Stipendium für Literatur durch das bm:ukk, Theodor-Körner-Preis 2014, Stipendium des Literarischen Colloquium Berlin 2015, Arbeitsstipendium durch BKA und Land Salzburg, Franz-Edelmaier-Residenz in Meran 2016, Rom-Stipendium 2017, Rauriser Förderungspreis 2018 sowie Hauptpreis des Literaturwettbewerbs „Floriana“ 2018.