Tja, was haben die kleinen Schlümpfe mit diesem Kriminalroman zu tun? Echt jetzt, ganz genau weiss ich das auch nach der Lektüre nicht?! Das ist auch irgendwie egal, denn alles hier ist irgendwie fiktiv. Jedastedt wird plötzlich zum Schauplatz diverser Morde. Am Stauwehr findet sich die/der 1. Tote (früher Mann jetzt Frau) und ein Stadtoriginal. Ermittelt wird von Walle Troller und Jette Hagen – ein eingespieltes-ungleiches Paar. Ok, schon etwas unkonventionelle Typen werden einem hier präsentiert, aber doch sehr coole. Nun folgen Tote im Eiltempo – fast nicht mehr überschaubar – verknüpft mit wem, und warum umgebracht und tja – dann noch die Schlümpfe? Hauptkommissar Troller weiss eigentlich sofort, wer dahinter steckt und doch kann er es nicht beweisen – auch nach dem Mord des früheren Hauptkommissars nicht, also seinem Spezi. Man kommt auch als Leserin irgendwann nicht mehr mit und doch, das Buch muss gelesen werden. Was also Beatrice Eichmann-Leutenegger, NZZ zu „Emilies Schweigen“ schreibt gilt auch für „Alte Bande“.

»Nach der Lektüre atmet man denn auch nicht durch und suhlt sich in der Befriedigung, der Fall habe sich nun auch für die Lesenden geklärt. Im Gegenteil: Man ist versucht, die Geschichte nochmals zu lesen.“

Alte Bande, Markus Bundi erhält von #InTheGrid 4.5 von 5 Punkten (Septime Verlag), Download Flyer Lesungen bis Mai 2019

Markus Bundi

1969 geboren, lebt heute in der Nähe von Zürich. Er studierte Philosophie und Germanistik, arbeitete als Sport- wie auch als Kulturredakteur und unterrichtet seit vielen Jahren an der Alten Kantonsschule Aarau. Seit Beginn des Jahrhunderts publiziert er literarische und essayistische Texte. Zuletzt von ihm erschienen: Planglück (Erzählungen, 2017) und Ankunft der Seifenblasen (Gedichte, 2018). Für seine Arbeiten als Schriftsteller und Herausgeber wurde er mehrfach ausgezeichnet.

Markus Bundi legt 2019 mit Alte Bande bei Septime nach seiner vielbeachteten Kriminalnovelle Emilies Schweigen den ersten umfangreichen Kriminalroman vor.