Blutlauenen ist eine perfekte Hommage an Agatha Christis „Zehn kleine Negerlein“. Alle haben wohl ihr Buch gelesen oder den Film gesehen. Einfach erklärt: die Journalistin Cora Johannis verbringt überraschend, zusammen mit ihrer Jugendclique, ein Wochenende in einem abgelegenen Jagdhaus in den Alpen. Blutlauenen gehört der reichen, verwöhnten Ludivine Spiegelberg – sie lädt die alte Clique ein – zu ihrem 50sten Geburtstag. Wie es sich gehört, werden alle (ausser Cora) per Helikopter hingeflogen. Schon am ersten Abend bricht Nummer zehn tot am Tisch zusammen – vorher flüstert er Cora noch was zu: „das Couvert in deinem Zimmer“. Der Tod wird als Herzversagen abgetan und traurig zur Kenntnis genommen. Aber dann, am nächsten Morgen…

Und nun beginnt ein irrer Plot – der sogar in den 2. Weltkrieg zurückgeht. Unglaubliche Vernetzungen entstehen und lassen uns Leser nicht mehr in Ruhe. Ich stelle mir die Pinwand von #ChristofGasser vor und schiebe in Gedanken die Post-it`s selber von hier nach da und wieder zurück. Auch die Journalistin beginnt off-line zu recherchieren und es ist alles einfach nur unglaublich. Ok, ehrlich gesagt, entschied ich mich früh für eine Person, die ratz-fatz einen nach dem andern umbringt – wie gesagt, eine perfekte Hommage an „Zehn kleine Negerlein“. J Dieses Buch ist ein „must read – go for it.

Blutlauenen von Christof Gasser erhält von #InTheGrid 5 von 5 Punkten (emons Verlag)

Christof Gasser

Christof Gasser, geboren 1960 in Zuchwil bei Solothurn, war lange in leitender Funktion in einem Industriekonzern tätig. Heute arbeitet er als freier Autor und nebenamtlich als Dozent an der Fachhochschule Nordwestschweiz. Seine Romane belegen regelmäßg Spitzenplätze auf der Schweizer Bestsellerliste.

Hier geht es zum Hörbuch Zehn kleine Negerlein von Agatha Christie